München, 18.11.2020

Jugendherbergen in Bayern sind auf temporäre Schul-Nutzung vorbereitet

Die Bundesweit rund 450 Häuser des Deutschen Jugendherbergswerks verfügen über Infrastruktur sowie Ausstattung und stehen für Unterricht in einem geschützten Umfeld zur Verfügung, gemeinnütziger Verband steht den Bildungseinrichtungen als erfahrener Partner zur Seite, Landesverband Bayern kann 42 Häuser zur Verfügung stellen

Damit die Schülerinnen und Schüler in Deutschland aufgrund massiver Unterrichtsausfälle nicht zu den Verliererinnen und Verlierern der Corona-Pandemie werden, sollen die Schulen im Land möglichst geöffnet bleiben. Dieses Ziel haben die politischen Entscheidungsträger auch im Zuge der aktuellen Beratungen rund um die Corona-Maßnahmen immer wieder betont. Ein Vorschlag, der aktuell seitens verschiedener Akteure der Bildungslandschaft im Raum steht, sieht eine Entzerrung der Unterrichtssituation durch Klassenteilung oder Beschulung in anderen Räumlichkeiten vor. So würden beispielsweise weniger Schülerinnen und Schüler an einem Ort zusammenkommen und Kontakte verringert werden. Als mögliche Orte für solche temporären Nebenstandorte der Schulen bietet das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) jetzt seine 450 Häuser an. Der Landesverband Bayern im DJH trägt dieses Angebot uneingeschränkt mit und bietet seine 42 eigenen Häuser ebenfalls zur Nutzung für den schulischen Unterricht an.

„Als einer der größten gemeinnützigen Verbände in Deutschland und erfahrener Partner der Schulen im Bereich der Klassenfahrten, ist es für uns in der jetzigen Situation selbstverständlich, unsere Hilfe anzubieten“, erklärt DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz. Ein entsprechendes Unterstützungsangebot hat er in dieser Woche dem Bildungsministerium des Bundes zukommen lassen – getragen von allen 14 DJH-Landesverbänden.

„Unsere Häuser verfügen nicht nur über die passende Ausstattung, etwa, weil die vorhandenen Gruppenräume schnell und einfach zu Klassenräumen umfunktioniert werden können, sondern mit unseren geschulten Mitarbeitenden wäre zum Beispiel auch die Verpflegung größerer Schülergruppen kein Problem. Mit unserem DJH-Hygienekonzept, das wir in enger Zusammenarbeit mit Experten entwickelt haben, können wir zudem alle Anforderungen erfüllen“, so Schmitz. Außerdem würden die Jugendherbergen als geschützte und sichere Orte auch über die passenden Flächen für Pausenangebote verfügen – etwa durch verschiedene Spielgeräte und Aktivitätsmöglichkeiten an der frischen Luft.

„Hier sehen wir einen klaren Vorteil gegenüber anderen Räumlichkeiten und Stätten, in denen die für Schulunterricht notwendige Infrastruktur erst aufwendig geschaffen werden müsste“, so der DJH-Hauptgeschäftsführer.

Mit dem jetzt unterbreiteten Unterstützungsangebot für die Schulen setzt das DJH sein Engagement für Gemeinwohl und Zivilgesellschaft im Kontext der Corona-Pandemie fort. Schon im Frühjahr hatte der 2,4 Millionen Mitglieder starke Verband seine Häuser für verschiedene Zwischennutzungen zur Verfügung gestellt, zum Beispiel als Obdachlosenunterkunft, Fieberambulanz oder Frauenhaus. „Zu diesem Angebot stehen wir natürlich auch weiterhin, etwa mit Blick auf die jetzt diskutierte Schaffung von Impfzentren. Wir stehen in allen Bereichen konstruktiven Ideen und Vorschlägen offen gegenüber und wollen unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten“, betont Julian Schmitz.


München, 05.11.2020

Verbot touristischer Übernachtungen: Jugendherbergen fürchten neue Stornowelle

Mit dem Verbot touristischer Übernachtungen muss erneut der Großteil der Jugendherbergen in Bayern schließen; Sorge bereitet dem Landesverband vor allem der Blick ins nächste Jahr

„Wir haben durchaus Verständnis für den beschlossenen Lockdown und leisten unseren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie“, erklärt Winfried Nesensohn, Vorstand im Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern. Sorge bereitet dem DJH als gemeinnütziger Beherbergungsbetrieb der Blick auf 2021: „Uns drohen eine erneute Stornowelle und das weitreichende Ausbleiben von Neubuchungen.“

Der durch die Corona-Pandemie entstandene wirtschaftliche Schaden für die Jugendherbergen in Bayern ist bereits immens. „Die erneute Schließung unserer Häuser verschlechtert diese Situation nochmals dramatisch“, so Nesensohn. Und weiter: „Da der November allerdings zu den eher belegungsschwächeren Monaten zählt, trifft uns der Lockdown nicht ganz so hart wie im Frühjahr.“

Der Blick auf die kommenden Monate und das Jahr 2021 ist zudem von Sorge und Verunsicherung geprägt. Bisher sahen die Vorausbuchungen für 2021 verhältnismäßig gut aus. Nesensohn: „Seit Bekanntgabe des „Lockdowns light“ stellen wir nun wieder ein vermehrtes Stornoaufkommen von Schulklassen und Gruppen für das erste Halbjahr 2021 fest.“

Schulklassen und Gruppen sollen nicht voreilig stornieren

Eine Entwicklung, die an die Substanz der Jugendherbergen in Bayern geht – hier ist ein klares Gegensteuern des Staates nötig. Aus Sicht des Landesverbands Bayern sind jetzt Stornierungen von Klassenfahrten, die im Frühjahr 2021 stattfinden sollen, nicht notwendig. „Es ist völlig klar, dass Schulfahrten nur dann stattfinden können und sollen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle“, betont Nesensohn. „Unsere Stornobedingungen haben wir aber insbesondere für Schulen so angepasst, dass Corona-bedingt auch erst kurz vor der Anreise kostenlos storniert werden kann“.

In jedem Fall müssen Klassenfahrten nach Eindämmung der Pandemie schnellstmöglich wieder gestattet werden. Die Zukunft der Jugendherbergen kann vor allem dann gesichert werden, wenn diese ihrem gesellschaftlichen Auftrag als Träger der freien Jugendhilfe nachkommen können. Denn Jugendherbergen bieten nicht nur Übernachtung und Verpflegung, sondern sind wichtige außerschulische Bildungsorte; sie eröffnen Kindern und Jugendlichen Lernwelten, die es in der Schule, im Ausbildungsbetrieb oder in der Familie nicht gibt.

Der Landesverband richtet einen entsprechenden Appell an das Bayerische Kultusministerium, den Schulen und Schulleitungen frühzeitig ein Signal zu geben, dass Klassenfahrten möglich und aus Sicht von Kindern, Jugendlichen, Pädagog*innen und Familien unverzichtbar sind. Vor allem aber gilt: Gemeinschaft und Teamerlebnisse während und nach der Pandemie sind extrem wertvoll. Entsprechende pädagogische Programme zum Sozialen Lernen sind seit Jahrzehnten ein Markenzeichen der Jugendherbergen in Bayern und heute wichtiger denn je.


München, 12.10.2020

Politische Spitze des Landesverbands Bayern neu gewählt

Das Foto zeigt das Präsidium des Landesverbands Bayern:Dr. Klaus Schulenburg (Vizepräsident), Wolfgang Obermair, Andrea Bastian, Thomas Anian Ziegler, Klaus Umbach (Präsident), Stefanie Krüger, Matthias Fack (Vizepräsident), Daniela Arnu (v.l.), nicht im Bild: Dr. Ursula Wurzer-Fassnacht (Vizepräsidentin) (Foto: DJH)

Hauptversammlung des bayerischen Jugendherbergswerks bestätigt Klaus Umbach im Amt des Präsidenten; neunköpfiges politisches Gremium mit zwei neuen Mitgliedern; enorme Herausforderungen in den kommenden Jahren

Die Mitglieder der Hauptversammlung des Landesverbands Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) haben am Samstag Klaus Umbach mit 100 Prozent Zustimmung in seinem Amt als Präsident bestätigt. Umbach, der seit 2018 den Verband führt, wurde für die kommenden vier Jahre wiedergewählt. Vor ihm liegen enorme Herausforderungen, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entstanden sind und die bayerischen Jugendherbergen im Frühjahr 2020 an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hatten.

Dem Präsidenten sind satzungsgemäß drei Stellvertreter*innen zur Seite gestellt. Neben dem bisherigen Amtsinhaber Dr. Klaus Schulenburg wurden die bisherigen Präsidiumsmitglieder Matthias Fack und Dr. Ursula Wurzer-Fassnacht mit überzeugenden Mehrheiten bestätigt. Daneben stand die Wahl von fünf weiteren Mitgliedern des Präsidiums an. Nachdem Marion Glück-Levi, die zudem stellvertretende Präsidentin war, und Heinrich Kopriwa aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatten, stellten sich Daniela Arnu und Andrea Bastian dieser Wahl und wurden bereits im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit bestätigt.

Dem insgesamt neunköpfigen Präsidium des Landesverbands Bayern gehören damit an: Klaus Umbach (Präsident), Matthias Fack (Vizepräsident), Dr. Klaus Schulenburg (Vizepräsident), Dr. Ursula Wurzer-Fassnacht (Vizepräsidentin), Daniela Arnu, Andrea Bastian, Stefanie Krüger, Wolfgang Obermair und Thomas Anian Ziegler.

Das Präsidium legt die strategischen Ziele und verbandspolitischen Leitlinien des Jugendherbergswerks fest. Ihm gehören Vertreter*innen verschiedener gesellschafts- und bildungspolitischer Institutionen, gemeinnütziger Unternehmen und Organisationen sowie der Medien an. In enger Abstimmung mit dem geschäftsführenden Vorstand des Verbandes entwickelt das Präsidium auf der Basis der satzungsgemäßen Ziele des DJH tragfähige inhaltliche und wirtschaftliche Modelle, die den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Jugendherbergen in Bayern garantieren.

Klaus Umbach: „Ich danke den Mitgliedern der Hauptversammlung für den eindrucksvollen Vertrauensbeweis für unser Gremium. Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind kaum weniger anspruchsvoll als in den vergangenen Monaten. Dabei haben wir als Präsidium gemeinsam mit dem Vorstand und den Fachbereichen frühzeitig die notwendigen Entscheidungen getroffen und konnten damit den Landesverband bislang einigermaßen gut durch die Krise bringen. Darauf können wir aufbauen und werden weiter unsere Kraft und unsere Erfahrungen bei der Bewältigung der Krise einbringen.“


München, 09.10.2020

Schon viel geschafft – noch viel zu tun

Das Foto zeigt Sozialministerin Carolina Trautner und Präsident Klaus Umbach (Foto: DJH)

Jugendherbergen in Bayern massiv von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen; Rettungsschirm „Corona-Programm Soziales“ verhindert Schlimmeres; Jugendherbergen noch stärker als Bildungsorte fordern und fördern

Hinter dem Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) liegen stürmische Monate, die den Verband als unmittelbare Folge der Corona-Krise an den Rand der Insolvenz und damit seines Fortbestehens geführt haben. Die wirtschaftliche Notlage war deshalb so groß, weil Jugendherbergen als gemeinnützige Beherbergungsbetriebe nur in geringem Umfang Rücklagen bilden dürfen. Die liquiden Mittel des Landesverbands waren deshalb im Mai 2020 fast vollständig aufgebraucht.

Dank der Mittel aus dem Rettungsschirm „Corona-Programm Soziales“ konnte eine vollständige und unwiederbringliche Auflösung des Jugendherbergswerks Bayern verhindert werden. Klaus Umbach, Präsident des DJH Bayern, resümiert anlässlich der Hauptversammlung des Landesverbands an diesem Wochenende in Nürnberg: „Wir sind der Bayerischen Staatsregierung sehr dankbar, dass wir die dringend benötigten finanziellen Hilfen rechtzeitig erhalten haben und damit die akute Gefahr eines Zerfalls unseres Verbandes abgewendet wurde. Diese Unterstützung, die wir namentlich nicht zuletzt Staatsministerin Carolina Trautner verdanken, hat für uns eine weitergehende Bedeutung. Der Rettungsschirm zeigt, dass die Jugendherbergen auf politischer Ebene uneingeschränkte Wertschätzung und Unterstützung erfahren. Das ist für uns mehr als Symbolik. Darin zeigt sich die Gewissheit, dass die 58 Jugendherbergen in Bayern ein zentraler Bestandteil der Bildungsinfrastruktur und damit Teil der Zivilgesellschaft sind. Diese Erfahrung hat alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern extrem motiviert.“

Die betriebswirtschaftliche Basis der Jugendherbergen in Bayern ist weiter massiv durch die Corona-Pandemie geschwächt. Während der Sommermonate wurden jedoch Teilerfolge erzielt. So konnte der Anteil von Familien mit Kindern unter den Gästen deutlich erweitert werden. Der Landesverband betrachtet diese Entwicklung vor dem Hintergrund sozialer Isolation während des Lockdowns als wichtigen Beitrag zur Förderung von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Umbach: „Unser Motto ‚Gemeinschaft erleben‘ wurde in den letzten Monaten neu belebt. Diese Gemeinschaft konnten wir – unter Einhaltung der notwendigen Hygieneregeln – gut umsetzen und damit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern ein Stück Normalität zurückgeben.“

Ministerin Trautner Gast der Hauptversammlung

Die Jugendherbergen verstehen sich seit ihrer Gründung als Begegnungs- und Bildungsort für junge Menschen aus der ganzen Welt und tragen so zum Wachsen des demokratischen Gemeinwesens bei. Während ihres Besuchs der Hauptversammlung des Landesverbands in Nürnberg betonte auch die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Carolina Trautner:„Die Angebote der Jugendherbergen sind seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Teil der sozialen Infrastruktur im Freistaat. Deswegen war es mir ein ganz besonderes Anliegen, das flächendeckende Netz in ganz Bayern während der Corona-Pandemie zu unterstützen und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern. Denn das DJH leistet mit seinen überörtlichen Bildungs- und Begegnungsorten seit Jahren einen bedeutenden Beitrag für unsere Gesellschaft und ist für mein Haus und mich ein wichtiger Partner auf dem Gebiet der Jugendarbeit.“

 

Während der zweitägigen Hauptversammlung unterstrichen Präsidium und Vorstand des Landesverbands ihren Handlungswillen zur Überwindung der Folgen der Corona-Krise. So fehlt aufgrund des weiterhin geltenden Verbots von Klassenfahrten zwar eine zentrale Gästegruppe in den Häusern. Die entsprechenden Umsatzeinbußen lassen sich nicht durch andere Gästegruppen kompensieren. Dennoch arbeiten die politischen Gremien, die Mitarbeiter*innen der Landesgeschäftsstelle und die Teams in den Jugendherbergen an tragfähigen Lösungen, die sich in erster Linie am Wohl von Kindern und Jugendlichen orientieren, die in der Krise besondere Unterstützung benötigen.

Dazu hat der Landesverband u.a. ein Trägerkonzept erarbeitet, das dem Bayerischen Kultusministerium vorliegt, und das die Perspektiven für 2021 und die folgenden Jahre aufzeigt. Darin appelliert das bayerische Jugendherbergswerk an die politisch Verantwortlichen, Jugendherbergen noch stärker als bislang als bewährte und hochprofessionelle Bildungsorte wahrzunehmen, zu fordern und zu fördern.

Zudem stehen die Jugendherbergen unmittelbar zur Verfügung, um den Schulbetrieb räumlich und personell zu entzerren und damit eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Umbach: „In den Jugendherbergen gibt es Räume und Gelegenheiten für neue Modelle von Bildung in der Kooperation zwischen schulischen und außerschulischen Angeboten. Wir sind bereit, uns dieser Verantwortung zu stellen und soziales Lernen, Gemeinschaft und Weltoffenheit als gemeinsame Konzepte in die notwenigen Bildungsprozesse einfließen zu lassen. Es gibt kaum besser geeignete Orte dafür als die Jugendherbergen in Bayern. Wir müssen diese Chance im Sinne der Heranwachsenden sofort nutzen!“


München, 08.09.2020

Wellnesskur für Jugendherberge Saldenburg

Die Jugendherberge Saldenburg erstrahlt nach Sanierung des Dachstuhls und der Fassade wieder im neuen Glanz, Dank an Förderer des Bauprojekts, regulärer Betrieb des Hauses startet im März 2021

Die umfangreichen Bau- und Renovierungsarbeitern an der über 650 Jahre alten Wehranlage Saldenburg im südlichen Bayerischen Wald konnten Ende August abgeschlossen werden. Mit der Fertigstellung des neuen Dachstuhls und der renovierten Fassade des Wohnturms der Burg erstrahlt die Jugendherberge im neuen, alten Glanz.

Ralf Weixler, Fachbereichsleiter Gebäudewirtschaft im Landesverband Bayern des Deutschen Jugendherbergswerks: „Im Sommer 2019 hatten wir mit der Sanierung des Dachstuhls und der Dachaußenhaut sowie der schadhaften Fassade begonnen. Zu Beginn der Corona-Krise im März diesen Jahres waren die Arbeiten bereits so weit vorangeschritten, dass eine Unterbrechung des Bauvorhabens nicht infrage kam, weil der Landesverband sonst Konventionalstrafen an beauftragte Firmen hätte zahlen müssen. Nun sind alle Baumaßnahmen an der Jugendherberge Saldenburg abgeschlossen und ich danke allen Förderern, die dieses Projekt ermöglicht haben. Die Jugendherberge Saldenburg ist damit wieder ein echter Juwel unter den 58 Häusern in Bayern.“

Die Sanierung des Dachstuhls bzw. der Dachaußenhaut waren erforderlich, um den denkmalgeschützten Bau aus dem 14. Jahrhundert für die kommenden Jahre zu ertüchtigen. Auf der Oberkante des Mauerwerks hatten sich über die letzten Jahrzehnte hinweg Teile der Verankerung des Daches gelockert – mittelfristig drohte das Abrutschen der Dachkonstruktion. Gleichzeitig war die Fassade in einem unansehnlichen und porösen Zustand. Die Dachkonstruktion wurde nun neu aufgesetzt – auf die Fassade der Jugendherberge eine neue, deutlich hellere Schlemme aufgetragen, die in ihrer Farbgebung und Materialbeschaffenheit dem mittelalterlichen Original sehr nahekommt.

Weixler: „Der Landesverband dankt dem Bayerischen Sozialministerium, der Bayerischen Landesstiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Bezirk Niederbayern und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege für die Förderung und wohlwollende Unterstützung. Zusammen mit dem Landesverband des Jugendherbergswerks konnten die Arbeiten im vorgesehen Kosten- und Zeitrahmen und unter strikter Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes umgesetzt werden. Die Jugendherberge Saldenburg wird in den kommenden Jahrzehnten wieder das Bild der Gemeinde und der umliegenden Region prägen.“

Aufgrund des weiter geltenden Verbots von Klassenfahrten durch die Kultusbehörden und Einschränkungen im Belegungsmanagement wird die Jugendherberge Saldenburg erst im März 2021 ihren regulären Betrieb aufnehmen.


München, 14.07.2020

„Die nächsten Jahre verlangen alles von uns ab!“

Corona-Krise hat Jugendherbergen in Bayern mit voller Wucht getroffen; Unterstützung aus dem Sonderprogramm „Unser soziales Bayern“ und solide wirtschaftliche Basis verhindern Schlimmeres; mit dem Neubau der Jugendherberge München City entsteht neuer Leuchtturm im Landesverband.

„Aus der Perspektive von Juli 2020 wirkt der wirtschaftliche Erfolg des Jahres 2019 des Landesverbands Bayern unerreichbar weit weg. Die Corona-Pandemie hat uns mit voller Wucht getroffen. Die Lage war existenzbedrohend. Unsere Aufgabe ist es jetzt, alle Kräfte zu bündeln und Konzepte für die kommenden Jahre zu entwickeln, um die Jugendherbergen in Bayern zu alter Stärke zurückzuführen“, resümiert Vorstand Winfried Nesensohn.

Mit dem Stichtag 31.12.2019 konnte der Landesverband Bayern auf ein Plus bei Übernachtungen von gut 1,7 Prozent im Vergleich zu 2018 verweisen (Download PDF Lagebericht 2019). Insgesamt wurden 1.255.466 Übernachtungen gezählt. Die Zahl der ankommenden Gäste erhöhte sich um 4,3 Prozent und liegt nun bei 496.530 Reisenden, die die 58 Jugendherbergen in Bayern im vergangenen Jahr besucht haben.

Damit liegt der Landesverband ganz im touristischen Trend: Bereits vor der Corona-Krise konnte der Inlandstourismus erfreuliche Zuwachsraten vermelden. Hinzu kommt, dass Bayern weiterhin zu den beliebtesten deutschen Reisezielen zählt. Die Jugendherbergen im Freistaat profitieren von dieser Entwicklung – vor allem dank der Investitionen, die in den zurückliegenden Jahren in den Neu- und Umbau bzw. die Modernisierung der Häuser flossen. Die moderne Ausstattung von Gemeinschaftsräumen und Zimmern, die nachhaltige Qualität der Verpflegung und die technische Ausstattung der Jugendherbergen haben für diese Beherbergungsart neue Maßstäbe definiert.

Jugendherbergen stark nachgefragt

Neben der deutlichen Erhöhung der Aufenthaltsqualität haben 2019 neue Programmbausteine und Projektangebote zum Wachstum der Jugendherbergen in Bayern beigetragen. So werden beispielsweise mit dem Programm „YOUPEDIA Bayern“ medienaffine Jugendliche angesprochen, die eigene multimediale Produkte erstellen. Zudem sorgen die Jugendherbergen zunehmend für barrierearme bzw. barrierefreie Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten aller Häuser – alle Jugendherbergen in Bayern sind inzwischen nach dem bundesweit einheitlichen Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ zertifiziert.

Michael Gößl, ebenfalls Vorstand im Landesverband Bayern: „Mit diesem positiven Jahresabschluss waren wir für 2020 bestens vorbereitet. Der erfreuliche Trend bei Nachfragen und Buchungen hatte sich im Januar und Februar 2020 fortgesetzt. Bis dahin stand der Landesverband auf einem äußerst soliden Fundament. Ab März wurde aber alles anders …“

Mit der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus mussten auch die staatlichen Institutionen in Deutschland bzw. Bayern handeln – per 18. März 2020 wurde allen Jugendherbergen mit sofortiger Wirkung der Betrieb untersagt, um Gäste und Mitarbeiter*innen vor Ansteckungen zu schützen. Binnen weniger Wochen kam es zur Stornierung nahezu aller Buchungen – neue Anfragen und Buchungen gingen auf „Null“ zurück. In Folge dieses Einbruchs war bereits Ende März/Anfang April absehbar, dass die Liquidität des Landesverbands massiv gefährdet sein würde. Zwar hatten die Jugendherbergen vorausschauend und solide gewirtschaftet – Rücklagen für einen Ernstfall durften hingegen nicht in großem Umfang gebildet werden. Das verbieten die gesetzlichen Vorgaben, denen die Jugendherbergen als gemeinnützige Wirtschaftsbetriebe unterliegen.

Alle Gästegruppen sollen reisen können

Nach intensiver Krisenkommunikation und Lobbyarbeit wurde erreicht, dass die Jugendherbergen und vergleichbare Institutionen Fördergelder aus dem Sonderprogramm „Unser soziales Bayern“ erhielten, die die Zahlungsfähigkeit des Landesverbands zunächst bis Dezember 2020 sichern. Eine dauerhafte wirtschaftliche Erholung ist mit dem Zuschuss von insgesamt 5,8 Mio. Euro jedoch nicht möglich. Eine solche Gesundung würde voraussetzen, dass das Reiseverhalten der Jugendherbergsgäste unmittelbar an 2019 anknüpft. Weiter geltende Restriktionen bei der Durchführung von Klassenfahrten führen dazu, dass die Häuser in Bayern ohne eine zentrale Gästegruppe arbeiten müssen. Schulklassen machen etwa 40 Prozent der Buchungen aus. Ähnliches gilt für die Gästegruppe Vereine.

Hier sind weitergehende Lockerungen – bei ständiger Beobachtung des Infektionsgeschehens und größtmöglichem Schutz der Kinder und Jugendlichen – dringend erforderlich. Andernfalls wäre der Fortbestand mehrerer Häuser im Landesverband erneut bedroht. Ein Szenario, wonach einige Häuser vom Netz genommen werden müssten, untergräbt den Anspruch des DJH, dass Kinder, Jugendliche und deren Familien nach Überwindung der Corona-Pandemie Orte der Gemeinschaft, der Begegnung, des Lernens und der Erholung mehr als je zuvor benötigen. Den Jugendherbergen in Bayern kommt nach der Krise eine besondere Bedeutung als Orte und Gelegenheiten des Miteinanders zu.

Leuchtturm unter den Jugendherbergen in Deutschland

Seit 2018 wird die älteste Stadtjugendherberge Deutschlands generalsaniert sowie umfassend erweitert. Die Jugendherberge München City wurde bereits 1929 eröffnet und hat seither Hunderttausende von Gästen empfangen. Durch ihre zentrale Lage in München Neuhausen war sie bereits vor dem Um- und Erweiterungsbau ein internationaler Begegnungsort für junges urbanes Leben.

Die Baumaßnahmen sehen eine vollständige Sanierung des Altbaus entlang der Wendl-Dietrich-Straße vor (Eröffnung im Januar 2022). Um die Übernachtungskapazität zu erweitern, wird zusätzlich ein moderner Neubau am Winthirplatz errichtet, der bereits im Juni 2021 eröffnet wird. Das Haus wird nach Gesamtfertigstellung über insgesamt 402 Betten verteilt

auf 101 Zimmer verfügen. Alle Zimmer sind mit eigener Dusche/WC ausgestattet. Ein Speisesaal, mehrere Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume sowie 12 Tagungs- und Seminarräume ergänzen das Angebot. Vorgesehen ist darüber hinaus eine begrünte Hofanlage.

Bei der Konzeption der Jugendherberge wurde auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen geachtet: In der Jugendherberge München City wird es nach Fertigstellung insgesamt 16 barrierefreie sowie weitere sechs rollstuhlgerecht-barrierefreie Zimmer geben (mit zusammen 44 Betten). Alle Zugänge zu Gemeinschaftsräumen und zur Hofanlage sind ebenfalls komplett barrierefrei gestaltet.

Die neue Jugendherberge München City ist als sogenannte Kultur | Jugendherberge konzipiert. Das bedeutet, dass sich die Angebote und Programme im Haus an den kulturellen Möglichkeiten der Stadt orientieren und damit entsprechende Wünsche und Bedürfnisse der Gäste abdecken. Ein inhaltlicher Schwerpunkt bilden die Aspekte Musik und Tanz. Hierzu sind entsprechende Probenräume, ein eigenes Tonstudio sowie eine Bühne zur Präsentation der Kulturangebote vorgesehen.

Perspektive für die kommenden Jahre

Winfried Nesensohn: „Die neue Jugendherberge München City wird eine Referenz an ein internationales junges Gästepublikum sein. Wir werden einen Ort schaffen, der den Spagat zwischen Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten schafft und erwarten bereits mit der Eröffnung im nächsten Sommer eine hohe Nachfrage mit zunächst ca. 30.000 Übernachtungen pro Jahr. In der finalen Ausbaustufe sollen jährlich bis zu 90.000 Übernachtungen pro Jahr generiert werden. Damit spielt dieses Haus auch wirtschaftlich in der ersten Liga und wird maßgeblich zum geschäftlichen Erfolg des Landesverbands beitragen.“

Die Bauarbeiten zur neuen Jugendherberge in München wurden auch während der Corona-Krise fortgeführt, um allen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den beauftragten Bauunternehmen und Dienstleistern nachkommen zu können. Im Moment liegen alle Arbeiten innerhalb des kalkulierten Zeit- und Budgetrahmens.

„Die neue Jugendherberge München City ist in dieser schwierigen Zeit für uns ein Zeichen des Aufbruchs und Neustarts nach der Krise. Doch wir sind trotz allem Optimismus realistisch – die nächsten Jahre werden alles von uns als Verband abverlangen. Die Gewissheit, dass wir diese gewaltige Aufgabe stemmen können, schöpfen wir nicht zuletzt aus der starken Jugendherbergs-Familie, die allein in Bayern etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst. Unser Motto ‚Gemeinschaft erleben‘ ist in diesen Tagen lebendiger und wichtiger denn je. Diesen Elan nehmen wir mit in die kommenden Monate“, so Nesensohn und Gößl.

Die Jugendherberge München City im Netz (im Aufbau)


München, 19.06.2020

Landesverband Bayern wird Mitglied im DEHOGA Bayern

Landesverband Bayern wird Mitglied im DEHOGA Bayern

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk tritt mit seinen 42 eigenen Häusern dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern bei, „Gemeinschaft erleben“ im engen Verbund mit starken Partnern

Zum 1. Juni 2020 ist der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk e.V. mit allen seinen 42 in Eigenregie betriebenen Häusern dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband e.V. beigetreten. Die Jugendherbergen in Bayern gehören damit einem der mitgliederstärksten Berufs- und Wirtschaftsverbände an, der die Interessen der gesamten Hotellerie und Gastronomie im Freistaat bündelt.

Die Jugendherbergen in Bayern bilden seit fast 100 Jahren eine wichtige Säule im Bereich der Beherbergungsbetriebe, die sich auf die Gästesegmente Klassenfahrten, Jugendgruppen und Familien spezialisiert haben. Mit über einer Million Übernachtungen hatte der Landesverband Bayern 2019 erneut bewiesen, dass die Jugendherbergen zu den leistungsfähigsten und zukunftsorientierten Beherbergungsbetrieben gehören. Der Erfolg der Jugendherbergsidee speist sich vor allem aus der Wertehaltung des Verbandes, die sich in der Übernahme von gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Verantwortung für die Mitarbeiter*innen und Gäste widerspiegelt.

Klaus Umbach, Präsident des Landesverbands: „Die Leitidee der Jugendherbergen findet man bereits in unserem Motto: ‚Gemeinschaft erleben‘ ist deshalb vor allem ein Versprechen an unsere Gäste, Respekt, Vielfalt und Offenheit täglich mit Leben zu füllen. Wir verstehen uns darüber hinaus als engagierter Partner, wenn es um die Bündelung von Interessen unserer Branche gegenüber Politik, Medien und der Öffentlichkeit geht. Eine Mitgliedschaft im DEHOGA Bayern ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Wir bringen unsere Erfahrungen als gemeinnütziger Beherbergungsbetrieb ein – vom DEHOGA Bayern können wir beispielsweise Impulse bei der Gewinnung von Fachkräften, der Lobbyarbeit oder der Stärkung der Reisedestination Bayern insgesamt nutzen.“

Bislang waren bereits einzelne bayerische Jugendherbergen Mitglied im DEHOGA Bayern. Mit der Erweiterung dieser Mitgliedschaft auf den gesamten Landesverband ergeben sich auch für den Branchenverband neue Perspektiven. Ziel des DEHOGA Bayern ist unter anderem, partnerschaftliche Beziehungen zu Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben unterschiedlichster Prägung aufzubauen und so weiterhin einen der leistungsfähigsten Wirtschaftszweige im Freistaat zu stärken.

„Auch wenn sie angesichts von über 10.000 Beherbergungsbetrieben in Bayern absolut gesehen vielleicht als nicht viele erscheinen, sind Jugendherbergen jedoch ein enorm

wichtiger Bestandteil unserer Gastgeber-Branche“, erläutert Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, „in Ihnen finden junge Menschen, somit die Zukunft unseres Landes, eine wunderbare Heimat auf Zeit. Ich freue mich sehr über unsere Partnerschaft, zusammen werden wir noch mehr für die gesamte Tourismusbranche bewegen können.“

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk ist davon überzeugt, dass die Mitgliedschaft im DEHOGA Bayern einen wesentlichen Beitrag dazu leisten wird, die drängenden Zukunftsfragen der Branche, zum Beispiel die Umsetzung nachhaltiger und sozialverantwortlicher Unternehmenskonzepte, die Gewinnung von Fach- und Führungskräften oder die stärkere Berücksichtigung des Tourismus im Landesentwicklungsprogramm Bayern, erfolgreich zu bearbeiten.


München, 10.6.2020

Übergabe Förderbescheid an bayerisches Jugendherbergswerk

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Mit rund 5,8 Millionen Euro aus dem Corona-Programm Soziales sichern wir die Existenz des Deutschen Jugendherbergswerks Landesverband Bayern e. V.“

Das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Bayern e. V. (DJH) hat aus dem Corona-Programm Soziales der Bayerischen Staatsregierung rund 5,8 Millionen Euro zur Sicherung seiner Existenz und die seiner bayerischen Jugendherbergen erhalten. Bei der Übergabe des symbolischen Schecks in der Jugendherberge München Park erklärte Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Es freut mich sehr, dass die Finanzhilfen in Höhe von 31 Millionen Euro aus dem Corona-Programm Soziales genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Damit helfen wir den Jugendhilfeeinrichtungen in Bayern, die für unsere Gesellschaft einen wichtigen sozialen und bildungspolitischen Auftrag erfüllen. Auch die Existenz des DJH sichern wir daraus ab. Die Jugendherbergen bieten jungen Menschen wertvolle Begegnungsmöglichkeiten und verrichten wichtige Bildungsarbeit. Dieser gesellschaftliche Beitrag darf dem Freistaat und den jungen Menschen in dieser herausfordernden Zeit nicht verloren gehen.“

Klaus Umbach, Präsident des Landesverbands Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk, der den symbolischen Scheck entgegennahm, betonte: „Die Unterstützung hilft uns enorm, den Betrieb unserer Häuser wieder aufzunehmen. Vor allem junge Familien können nun ein paar unbeschwerte Tage in einer Jugendherberge genießen. Wir hoffen, dass bald auch Gruppen und vor allem Schulklassen wieder zu uns kommen, um dort Gemeinschaft erleben zu können“.

Das Corona-Programm Soziales sieht eine subsidiäre Entschädigung in Höhe von bis zu 60 Prozent der entfallenden Einnahmen bis Ende Juli 2020 sowie weitere Notmaßnahmen vor. „Damit greifen wir Jugendherbergen, Schullandheimen, Jugendbildungsstätten und Familienferienstätten sowie zahlreichen kleineren Trägern zusätzlich finanziell unter die Arme und unterstützen sie wirksam“, so Trautner.

Seit 30. Mai 2020 sind die Jugendherbergen in Bayern wieder geöffnet und können Gäste empfangen. Hierdurch werden auch wieder Einnahmen generiert. Zur Eindämmung des Infektionsrisikos beachten die Einrichtungen das Hygienekonzept „Beherbergung“. Sozialministerin Trautner hob hervor: „Die vom Bayerischen Ministerrat beschlossene Öffnung der Beherbergungseinrichtungen zeitgleich mit den Hotels war mir ein besonderes Anliegen.

Die Einrichtungen können damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der von der Corona-Krise besonders betroffenen jungen Menschen leisten.“

Informationen sowie die Antragsformulare zum „Programm Soziales“ sind auf der Homepage der Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) abrufbar unter: www.zbfs.bayern.de/corona-programm-soziales.


München, 26.05.2020

Erste Jugendherbergen in Bayern öffnen am 30. Mai

Nach zehn Wochen Corona-bedingter Betriebsschließung können am 30. Mai 2020 der ersten Jugendherbergen in Bayern wiedereröffnen, umfassendes Hygienekonzept zum Schutz von Gästen und Mitarbeiter*innen greift

Rechtzeitig zum Beginn des Pfingstwochenendes dürfen am 30. Mai 2020 die ersten Jugendherbergen in Bayern wieder Gäste empfangen. Zunächst startet der Landesverband mit 30 Häusern und wird bis Ende August 2020 wieder alle 58 Jugendherbergen „ans Netz“ bringen. Damit endet eine gut zehnwöchige Betriebsunterbrechung, die am 18. März 2020 mit der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und der sofortigen Schließung aller Hotels und Übernachtungsbetriebe aufgrund der explosionsartigen Ausbreitung des Corona-Visus begonnen hatte.

Die Wiedereröffnung der Jugendherbergen in Bayern wird von einem umfassenden Sicherheits- und Hygienekonzeptbegleitet. So tragen alle Häuser dafür Sorge, dass der Mindestabstand zwischen einzelnen Personen in allen öffentlich zugänglichen Bereichen der Jugendherbergen eingehalten werden kann; hierzu sind u.a. gestaffelte Essenszeiten vorgesehen. Mehrbettzimmer werden nur im Rahmen der aktuellen Kontaktbeschränkungen belegt und sanitäre Anlagen dürfen nur von einer Familie/Gruppe während ihres Aufenthalts genutzt werden. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter*innen aller Jugendherbergen sowie die Gäste, die sich in Gemeinschaftsbereichen der Häuser aufhalten, eine Mund-Nase-Abdeckungen tragen. An zentralen Stellen der Jugendherbergen werden Spender für Desinfektionsmittel platziert.

Jugendherbergen in Bayern rechnen mit starkem Inlandstourismus

Der Landesverband wird am 30. Mai 2020 zunächst mit 30 Häusern wiedereröffnen, um sicherzustellen, dass in allen Jugendherbergen die umfassenden Hygienemaßnahmen umgesetzt werden können. Diese Jugendherbergen rechnen von Beginn an mit einer guten Auslastung im Rahmen der staatlichen Verordnungen. Dazu wird eine vermutlich überproportional hohe Nachfrage nach Inlandsreisen im Verlauf des Jahres 2020 beitragen. Für alle Gäste sind ab sofort buchbar: die Jugendherbergen Füssen, Garmisch-Partenkirchen, Lindau, Oberammergau, Oberstdorf, Rothenburg, Bad Tölz, „Moun10“ (Garmisch-Partenkirchen II), Berchtesgaden, Schliersee, Burghausen, Possenhofen, München Park, Schweinfurt, Pottenstein, Regensburg, Würzburg, Nürnberg, Bayreuth, Lenggries, Mittenwald, Passau, Saldenburg, Kreuth, Eichstätt, Wunsiedel, Dinkelsbühl, Bad Kissingen, Gunzenhausen und Burg Wernfels (die aktuelle Liste findet sich hier).

Michael Gößl, Vorstand im Landesverband Bayern: „Hinter dem bayerischen Jugendherbergswerk liegen dramatische Woche, denn zwischenzeitlich stand zu befürchten, dass durch den kompletten Umsatzausfall seit Mitte März die Jugendherbergen in Bayern nicht überleben werden. Dieses drohende Szenario scheint mit dem jetzt wirkenden Rettungsschirm überstanden. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Jugendherbergen wieder das tun können, was sie am besten können: perfekte Gastgeber sein. Und alle Reisenden, die zu uns kommen, werden die Jugendherbergen in Bayern so (wieder-)finden, wie sie sie schon bisher kannten: als sichere, abwechslungsreiche, spannende und vielfältige Orte der Begegnung, des Lernens und der Erholung. Herzlich willkommen zurück – schön, dass Sie wieder unsere Gäste sind!“


München, 20.04.2020

Jugendherbergen in Bayern: Rettung dank gelebter Solidarität

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk kann nach wochenlangem Zittern ein wenig aufatmen: Das „Sonderprogramm Soziales“ verschafft den Jugendherbergen die nötige Liquidität, um den Betrieb Ende Mai teilweise wieder aufnehmen zu können. Der Dank des DJH dafür geht vor allem an das Bayerische Sozialministerium.

Mit der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege musste der Betrieb aller Jugendherbergen zum 18. März 2020 vollständig eingestellt werden, um Gäste und Mitarbeiter*innen vor Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Damit konnten über Nacht keinerlei Umsätze und Erlöse generiert werden. Die Liquidität der 58 Jugendherbergen in Bayern sank binnen weniger Wochen dramatisch ab und es drohte die Insolvenz des Landesverbands.

Klaus Umbach, Präsident des Bayerischen Jugendherbergswerks: „Das Szenario der vollständigen Pulverisierung der Jugendherbergsbewegung in Bayern und in ganz Deutschland schien zwischenzeitlich unabwendbar. Eine Katastrophe sowohl für unsere Mitarbeiter*innen als auch für die Bildungsinfrastruktur im Freistaat. Denn die Jugendherbergen sind seit jeher essentieller Teil der außerschulischen Jugendbildung. Umso mehr sind wir erleichtert und glücklich, dass durch das pragmatische Zusammenwirken verschiedener Ressorts innerhalb der Bayerischen Staatsregierung das unmittelbar bevorstehende Ende einer fast 100 Jahre bewährten Struktur verhindert werden konnte.“

Das Bayerische Kabinett hatte Mitte April einen Rettungsschirm für gemeinnützige Wirtschaftsbetriebe erarbeitet, unter dem auch der Landesverband Bayern des Jugendherbergswerks Platz gefunden hatte. Die staatlichen Hilfen waren dringend benötigt worden, weil der Verband aufgrund seines Status keine eigenen finanziellen Rücklagen bilden darf. Gemeinnütze Unternehmen sind angehalten, Erlöse unmittelbar wieder in den laufenden Betrieb zu re-investieren.

Dank an Ministerin Trautner

Umbach: „Dass am 30. Mai die ersten Jugendherbergen in Bayern wieder öffnen und Gäste empfangen können, verdanken wir einem abgestimmten und solidarischen Handeln innerhalb der Bayerischen Staatsregierung. Ich darf unseren Dank vor allem an Frau Staatsministerin Carolina Trautner aussprechen, die als zuständige Fachministerin im Bereich Soziales wesentlich dazu beigetragen hat, dass – gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Finanzministerium – eine tragfähige Lösung für die Jugendherbergen in Bayern gefunden wurde. Für uns zeigt sich darin praktisch gelebte Solidarität und die Überzeugung der handelnden Politiker*innen, dass Jugendherbergen unverzichtbare Orte der Begegnung, des Lernens und des demokratischen Zusammenlebens sind. Jugendherbergen sind in der Tat sozial relevant. Herzlichen Dank an alle, die zur Rettung der Jugendherbergen in Bayern beigetragen haben.“

Der Landesverband Bayern hat am 19. Mai 2020 den Antrag für einen Zuschuss aus dem „Sonderprogramm Soziales“ beim zuständigen „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ (ZBFS) gestellt. Die Auszahlung soll nach Prüfung zügig erfolgen und die Zahlungsfähigkeit des Landesverbands Bayern bis Ende 2020 sichern.

Gleichzeitig stehen die Jugendherbergen weiter vor massiven Herausforderungen: Bis zum Ende des Schuljahrs sind alle Klassenfahrten untersagt. Die Belegung mit Schulklassen in der Zeit nach den Sommerferien ist unsicher. Sport- und Musikgruppen werden aufgrund der weiter geltenden Reisebeschränkungen ebenfalls als Gäste weitgehend ausfallen. Klaus Umbach: „Wir rechnen damit, dass 2020 und 2021 wirtschaftlich gesehen zwei extrem schwierige Jahre werden, in denen es gilt, die Überlebensfähigkeit unserer Häuser aus eigener Kraft zu sichern. Die Krise ist noch nicht vorüber – ich bin aber verhalten optimistisch, dass der Landesverband diese Herausforderungen meistern kann.“


München, 08.04.2020

Wirkungsloser Rettungsschirm: „Jugendherbergen ohne Dach“

Angekündigte Soforthilfen der Bayerischen Staatsregierung verkennen besonderes Konstrukt der Jugendherbergen in Bayern und sind wirkungslos, 8 Mio. Euro zur Erhaltung des Landesverbands erforderlich

Der Bayerische Ministerpräsident hatte in seinem gestrigen Pressestatement finanzielle Soforthilfen aus dem bestehenden Landesprogramm auch für die Jugendherbergen und andere gemeinnützige Wirtschaftsunternehmen angekündigt. Das Programm ist darauf ausgelegt, Liquiditätsengpässe schnellstmöglich zu überwinden. Hierzu erklärt der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH):

„Wir betrachten es grundsätzlich als großen Erfolg, dass die Jugendherbergen als Vertreter des gemeinnützig organisierten Wirtschaftssektors nun erstmals offiziell durch die Bayerische Staatsregierung unter den Rettungsschirm aufgenommen wurden. Art und Umfang des Soforthilfeprogramms bleiben aber wirkungslos und tragen nicht zu unserer Rettung bei. Mit weit über 700 Mitarbeiter*innen ist der Landesverband formal juristisch von entsprechenden Zuwendungen aus dem Programm ausgeschlossen. Selbst wenn Unterstützungsleistungen aus bisher bestehenden Programmen für die Jugendherbergen zugänglich gemacht würden, wären die dafür vorgesehenen Beträge viel zu gering, um die Existenz der bayerischen Jugendherbergen zu sichern“, betont Klaus Umbach, Präsident des Landesverbands Bayern, in einer Stellungnahme.

Das bayerische Soforthilfe-Programm ist auch nach der Verschränkung mit den vergleichbaren Bundeshilfen für Unternehmen und gemeinnützige Wirtschaftsbetriebe lediglich für Antragsteller bis maximal 250 Mitarbeiter*innen vorgesehen und demnach ungeeignet für das DJH.

8 Mio. Euro Soforthilfe benötigt

Eine Inanspruchnahme von Krediten, die durch den Freistaat Bayern bis zu 100 Prozent besichert werden, stellt ebenfalls keinen tragbaren Lösungsansatz dar. Diese Kredite sind ausschließlich für rein gewerblich arbeitende Unternehmen vorgesehen – einem gemeinnützig organisierten Verband wie dem Jugendherbergswerk bleibt dieser Weg versperrt.

Umbach: „Das Jugendherbergswerk Bayern steht bis Ende 2020 vor einer Finanzierungslücke von 8 Mio. Euro. Das wirksamste Mittel einer Rettung ist ein nicht-rückzahlungspflichtiger Zuschuss durch den Freistaat Bayern. Im Zusammenwirken von staatlichen Zuschüssen und einer dann möglichen eigenständigen Kreditaufnahme durch den Verband könnte die Gesamtfinanzierung gesichert werden. Anders formuliert: Die Jugendherbergen stehen trotz der gestrigen Ankündigungen bislang ohne Rettungsschirm da. Uns fehlt ein wetterfestes Dach – es regnet weiter ungehindert rein, sodass binnen weniger Tage und Wochen die gesamte Struktur bzw. die Substanz des Landesverbands zerstört sein wird. Die endgültige Schließung von Jugendherbergen steht unmittelbar bevor, wenn keine wirksamen Rettungsmaßnahmen erarbeitet werden!“

Trotz aller Schwierigkeiten würdigt der Landesverband ausdrücklich die vielfältigen Einzel-Initiativen aus allen politischen Ebenen. Der Tenor aller Rückmeldungen zur Krise der Jugendherbergen lautet: „Ein Welt ohne Jugendherbergen ist unvorstellbar!“

„Wir wissen selbstverständlich, welche immense Fülle von Aufgaben derzeit auf allen Ebenen der Politik zu lösen sind. Gleichzeitig betrachten wir die Jugendherbergen in Bayern in ihrer inhaltlichen Arbeit, ihrer wirtschaftlichen Stärke und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung als sozial-relevant und befürchten ein ungebremstes Zusteuern auf ein Insolvenzverfahren. Wir fordern deshalb unverzüglich lösungsorientierte Gespräche mit dem Sozial-, Wirtschafts- und Finanzministerium, um dieses drohende Szenario wirksam zu verhindern“, appelliert Klaus Umbach an die Bayerische Staatsregierung.


München, 27.03.2020,

Brandbrief der Jugendherbergen in Bayern

Jugendherbergen in Bayern vor dem endgültigen Aus

Beschlossener Schutzschirm wirkungslos für bayerische Jugendherbergen
Ohne Unterstützung durch Bund und Land ist der Landesverband zur dauerhaften Aufgabe der Standorte gezwungen

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk hat an Bürgermeister*innen, Landrät*innen, Mitglieder des Bayerischen Landtags sowie an die Abgeordneten aus Bayern im Deutschen Bundestag den beiliegenden Brandbrief adressiert.

Darin wird auf die dramatische wirtschaftliche Situation der Jugendherbergen in Bayern hingewiesen, die bislang durch keinen Schutzschirm oder andere wirksame Unterstützungsleistungen erfasst werden.

Sollte nicht umgehend eine Lösung gefunden werden, droht eine endgültige Schließung der 58 Jugendherbergen im Freistaat.

Der zum Download verfügbare Brandbrief kann vollständig oder in Teilen veröffentlicht werden.


München, 18.03.2020,

DJH-Landesverband Bayern schließt seine Jugendherbergen

München – Als unmittelbare Auswirkung auf die aktuellen Entwicklungen rund um das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) schließt der Landesverband Bayern des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) ab 18. März 2020 alle seine 58 Häuser bis voraussichtlich 19. April 2020. Die Umsetzung erfolgt auf Anordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Alle Mitarbeitenden der Jugendherbergen in Bayern wurden bereits über die Maßnahme informiert. In diesem Zusammenhang notwendige Vereinbarungen sowie Maßnahmen, etwa im Kontext Kurzarbeit, werden entsprechend umgesetzt. Für Gäste stehen die bekannten Servicestellen zur Klärung von Buchungs- und Stornierungsfragen weiterhin zur Verfügung.

Winfried Nesensohn, Vorstand im Landesverband Bayern: „Dieser letzte Schritt ist auch aus unserer Sicht zwingend notwendig, um die Gesundheit unserer Gäste, der Teams in den Häusern und unserer Dienstleister wirksam zu schützen. Die Herausforderungen, die vor uns liegen, werden wir als Jugendherbergsfamilie angehen – und ganz sicher bewältigen. Mein herzlicher Dank an unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die schon seit Wochen die Folgen der Krise bewältigen müssen.“

Sobald eine Veränderung der aktuellen Umstände absehbar ist, wird der DJH-Landesverband Bayern über die Wiederaufnahme des Gastbetriebes in seinen Jugendherbergen informieren.


München/Nürnberg, 03.02.2020

Bildung Vier-Punkt-Null

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz beim Fachtag YOUPEDIA Bayern: „Ein besonderer und jugendnaher Zugang zu Kultur und Geschichte“

Anlässlich des Fachtags YOUPEDIA Bayern, der am heutigen Montag in der Kultur|Jugendherberge Nürnberg stattfand, zeigte sich die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus Anna Stolz begeistert: „Das Projekt YOUPEDIA setzt an der Lebenswelt junger Menschen an. Durch medial gestützte Recherchearbeit und Verarbeitung der gewonnenen Kenntnisse gelingt es, einen ganz persönlichen und jugendnahen Zugang zu Kultur und Geschichte zu schaffen. YOUPEDIA ist eine echte Bereicherung und Vertiefung curricularer Bildungsprozesse durch Angebote der non-formalen Bildung.“

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk als Trägerorganisation hatte zusammen mit seinem Projektpartner der Klassik Stiftung Weimar zu einem eintägigen Erfahrungsaustausch zu Chancen und Perspektiven medial gestützter Bildungsprojekte in den Bereichen Kultur und Geschichte eingeladen. Die Teilnehmenden des Fachtags diskutierten am Beispiel des interaktiven digitalen Projekts „YOUPEDIA – Kultur und Geschichte(n) entdeckt von Jugendlichen für Jugendliche“ über neue Zugänge und Partizipationschancen von Heranwachsenden in medial gestützten Bildungsprozessen.

Markus Achatz, Projektverantwortlicher YOUPEDIA Bayern im Landesverband des Jugendherbergswerks: „Teilhabe und Partizipation junger Menschen an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes und der Gesellschaft gehören seit jeher zum Grundverständnis der Jugendherbergen. Mit YOUPEDIA Bayern eröffnen wir eine neue Form dieser Mitwirkung. Darin vereinen sich Ansätze der politisch-historischen Bildung und der Medienpädagogik. Denn für uns ist klar: Bildung braucht neue methodische Ansätze der Vermittlung von Inhalten. YOUPEDIA ist in diesem Verständnis Weg und Ziel zugleich. Wir unterstützen Heranwachsende, ihre eigenen Perspektiven zu entwickeln und eigene Erfahrungen kreativ und medial zu artikulieren. Darüber hinaus können sie die Ergebnisse ihrer Arbeit über das Online-Portal YOUPEDIA.DE einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.“

Programme im Rahmen von YOUPEDIA Bayern werden aktuell an vier bayerischen Jugendherbergen angeboten (Bayreuth, Nürnberg, Passau und Regensburg). In den 3- bis 5-

tägigen Bildungsaufenthalten erkunden schulische und außerschulische Jugendgruppen verschiedene Orte entlang kultureller, historischer Artefakte. Denkmäler, Museen oder Gedenkstätten werden so zum Ausgangspunkt für ein Erfahrungsfeld im Kontext von kultureller, historischer und medienpädagogischer Bildung.

Für die Auseinandersetzung nutzen die Jugendlichen verschiedene Medien, um sich zu informieren, zu kommunizieren und die eigenen Sichtweisen medial auszudrücken. Jugendliche werden dadurch selbst zu Produzenten von Geschichte und Kultur eines Ortes. Das Projekt knüpft einerseits am Interesse der Jugendlichen an und stellt andererseits Bezüge zum Lehrplan her (z.B. Geschichte, Deutsch, Ethik/Religion, Kunst etc. – insbesondere aber auch zu den fächerübergreifenden Kompetenzen wie bspw. Soziales Lernen, Medienbildung, Werteerziehung, kulturelle und politische Bildung). Das non-formale Bildungsangebot richtet sich sowohl an Gruppen der außerschulischen Jugendarbeit als auch an schulische Gruppen aller Schularten ab Sekundarstufe I.

Das multimediale Online-Portal YOUPEDIA gilt als Leuchtturm der außerschulischen Bildungsarbeit. Vor zwei Jahren war es als Kooperation zwischen der Klassik Stiftung Weimar und dem Deutschen Jugendherbergswerk ins Leben gerufen worden. Unterstützt und gefördert wird YOUPEDIA durch die Bayerische Sparkassenstiftung und den Kulturfonds Bayern. Bundesweit konnte inzwischen eine Vielzahl von Projekten realisiert werden – allein in Bayern sind an vier Standorten inzwischen etwa 80 Medienprodukte mit rund 400 Jugendlichen entstanden. YOUPEDIA Bayern im Netz: youpedia-bayern.jugendherberge.de Die Jugendherbergen in Bayern im Netz: www.bayern.jugendherberge.de


30.01.2020    München, Lindau

Jugendherberge Lindau: Signet „Bayern barrierefrei“ verliehen

Staatssekretärin Carolina Trautner überreicht am 30. Januar 2020 das Signet „Bayern barrierefrei“ an die Jugendherberge Lindau

Als Vertreterin der Bayerischen Staatsregierung hat Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner am 30. Januar 2020 der Jugendherberge in Lindau das Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ verliehen. Der Präsident des Landesverbands Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk Klaus Umbach nahm zusammen mit dem Leiter der Jugendherberge Lindau Dirk Umann und dem Präsidiumsmitglied Stefanie Krüger dieses Zeichen der Anerkennung entgegen. Mehr lesen...



Projekt: moun10 Jugendherberge Garmisch
 



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Bad Tölz
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Ottobeuren
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