München, 19.06.2020

Landesverband Bayern wird Mitglied im DEHOGA Bayern

Landesverband Bayern wird Mitglied im DEHOGA Bayern

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk tritt mit seinen 42 eigenen Häusern dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern bei, „Gemeinschaft erleben“ im engen Verbund mit starken Partnern

Zum 1. Juni 2020 ist der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk e.V. mit allen seinen 42 in Eigenregie betriebenen Häusern dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband e.V. beigetreten. Die Jugendherbergen in Bayern gehören damit einem der mitgliederstärksten Berufs- und Wirtschaftsverbände an, der die Interessen der gesamten Hotellerie und Gastronomie im Freistaat bündelt.

Die Jugendherbergen in Bayern bilden seit fast 100 Jahren eine wichtige Säule im Bereich der Beherbergungsbetriebe, die sich auf die Gästesegmente Klassenfahrten, Jugendgruppen und Familien spezialisiert haben. Mit über einer Million Übernachtungen hatte der Landesverband Bayern 2019 erneut bewiesen, dass die Jugendherbergen zu den leistungsfähigsten und zukunftsorientierten Beherbergungsbetrieben gehören. Der Erfolg der Jugendherbergsidee speist sich vor allem aus der Wertehaltung des Verbandes, die sich in der Übernahme von gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Verantwortung für die Mitarbeiter*innen und Gäste widerspiegelt.

Klaus Umbach, Präsident des Landesverbands: „Die Leitidee der Jugendherbergen findet man bereits in unserem Motto: ‚Gemeinschaft erleben‘ ist deshalb vor allem ein Versprechen an unsere Gäste, Respekt, Vielfalt und Offenheit täglich mit Leben zu füllen. Wir verstehen uns darüber hinaus als engagierter Partner, wenn es um die Bündelung von Interessen unserer Branche gegenüber Politik, Medien und der Öffentlichkeit geht. Eine Mitgliedschaft im DEHOGA Bayern ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Wir bringen unsere Erfahrungen als gemeinnütziger Beherbergungsbetrieb ein – vom DEHOGA Bayern können wir beispielsweise Impulse bei der Gewinnung von Fachkräften, der Lobbyarbeit oder der Stärkung der Reisedestination Bayern insgesamt nutzen.“

Bislang waren bereits einzelne bayerische Jugendherbergen Mitglied im DEHOGA Bayern. Mit der Erweiterung dieser Mitgliedschaft auf den gesamten Landesverband ergeben sich auch für den Branchenverband neue Perspektiven. Ziel des DEHOGA Bayern ist unter anderem, partnerschaftliche Beziehungen zu Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben unterschiedlichster Prägung aufzubauen und so weiterhin einen der leistungsfähigsten Wirtschaftszweige im Freistaat zu stärken.

„Auch wenn sie angesichts von über 10.000 Beherbergungsbetrieben in Bayern absolut gesehen vielleicht als nicht viele erscheinen, sind Jugendherbergen jedoch ein enorm

wichtiger Bestandteil unserer Gastgeber-Branche“, erläutert Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, „in Ihnen finden junge Menschen, somit die Zukunft unseres Landes, eine wunderbare Heimat auf Zeit. Ich freue mich sehr über unsere Partnerschaft, zusammen werden wir noch mehr für die gesamte Tourismusbranche bewegen können.“

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk ist davon überzeugt, dass die Mitgliedschaft im DEHOGA Bayern einen wesentlichen Beitrag dazu leisten wird, die drängenden Zukunftsfragen der Branche, zum Beispiel die Umsetzung nachhaltiger und sozialverantwortlicher Unternehmenskonzepte, die Gewinnung von Fach- und Führungskräften oder die stärkere Berücksichtigung des Tourismus im Landesentwicklungsprogramm Bayern, erfolgreich zu bearbeiten.


München, 10.6.2020

Übergabe Förderbescheid an bayerisches Jugendherbergswerk

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Mit rund 5,8 Millionen Euro aus dem Corona-Programm Soziales sichern wir die Existenz des Deutschen Jugendherbergswerks Landesverband Bayern e. V.“

Das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Bayern e. V. (DJH) hat aus dem Corona-Programm Soziales der Bayerischen Staatsregierung rund 5,8 Millionen Euro zur Sicherung seiner Existenz und die seiner bayerischen Jugendherbergen erhalten. Bei der Übergabe des symbolischen Schecks in der Jugendherberge München Park erklärte Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Es freut mich sehr, dass die Finanzhilfen in Höhe von 31 Millionen Euro aus dem Corona-Programm Soziales genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Damit helfen wir den Jugendhilfeeinrichtungen in Bayern, die für unsere Gesellschaft einen wichtigen sozialen und bildungspolitischen Auftrag erfüllen. Auch die Existenz des DJH sichern wir daraus ab. Die Jugendherbergen bieten jungen Menschen wertvolle Begegnungsmöglichkeiten und verrichten wichtige Bildungsarbeit. Dieser gesellschaftliche Beitrag darf dem Freistaat und den jungen Menschen in dieser herausfordernden Zeit nicht verloren gehen.“

Klaus Umbach, Präsident des Landesverbands Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk, der den symbolischen Scheck entgegennahm, betonte: „Die Unterstützung hilft uns enorm, den Betrieb unserer Häuser wieder aufzunehmen. Vor allem junge Familien können nun ein paar unbeschwerte Tage in einer Jugendherberge genießen. Wir hoffen, dass bald auch Gruppen und vor allem Schulklassen wieder zu uns kommen, um dort Gemeinschaft erleben zu können“.

Das Corona-Programm Soziales sieht eine subsidiäre Entschädigung in Höhe von bis zu 60 Prozent der entfallenden Einnahmen bis Ende Juli 2020 sowie weitere Notmaßnahmen vor. „Damit greifen wir Jugendherbergen, Schullandheimen, Jugendbildungsstätten und Familienferienstätten sowie zahlreichen kleineren Trägern zusätzlich finanziell unter die Arme und unterstützen sie wirksam“, so Trautner.

Seit 30. Mai 2020 sind die Jugendherbergen in Bayern wieder geöffnet und können Gäste empfangen. Hierdurch werden auch wieder Einnahmen generiert. Zur Eindämmung des Infektionsrisikos beachten die Einrichtungen das Hygienekonzept „Beherbergung“. Sozialministerin Trautner hob hervor: „Die vom Bayerischen Ministerrat beschlossene Öffnung der Beherbergungseinrichtungen zeitgleich mit den Hotels war mir ein besonderes Anliegen.

Die Einrichtungen können damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der von der Corona-Krise besonders betroffenen jungen Menschen leisten.“

Informationen sowie die Antragsformulare zum „Programm Soziales“ sind auf der Homepage der Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) abrufbar unter: www.zbfs.bayern.de/corona-programm-soziales.


München, 26.05.2020

Erste Jugendherbergen in Bayern öffnen am 30. Mai

Nach zehn Wochen Corona-bedingter Betriebsschließung können am 30. Mai 2020 der ersten Jugendherbergen in Bayern wiedereröffnen, umfassendes Hygienekonzept zum Schutz von Gästen und Mitarbeiter*innen greift

Rechtzeitig zum Beginn des Pfingstwochenendes dürfen am 30. Mai 2020 die ersten Jugendherbergen in Bayern wieder Gäste empfangen. Zunächst startet der Landesverband mit 30 Häusern und wird bis Ende August 2020 wieder alle 58 Jugendherbergen „ans Netz“ bringen. Damit endet eine gut zehnwöchige Betriebsunterbrechung, die am 18. März 2020 mit der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und der sofortigen Schließung aller Hotels und Übernachtungsbetriebe aufgrund der explosionsartigen Ausbreitung des Corona-Visus begonnen hatte.

Die Wiedereröffnung der Jugendherbergen in Bayern wird von einem umfassenden Sicherheits- und Hygienekonzeptbegleitet. So tragen alle Häuser dafür Sorge, dass der Mindestabstand zwischen einzelnen Personen in allen öffentlich zugänglichen Bereichen der Jugendherbergen eingehalten werden kann; hierzu sind u.a. gestaffelte Essenszeiten vorgesehen. Mehrbettzimmer werden nur im Rahmen der aktuellen Kontaktbeschränkungen belegt und sanitäre Anlagen dürfen nur von einer Familie/Gruppe während ihres Aufenthalts genutzt werden. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter*innen aller Jugendherbergen sowie die Gäste, die sich in Gemeinschaftsbereichen der Häuser aufhalten, eine Mund-Nase-Abdeckungen tragen. An zentralen Stellen der Jugendherbergen werden Spender für Desinfektionsmittel platziert.

Jugendherbergen in Bayern rechnen mit starkem Inlandstourismus

Der Landesverband wird am 30. Mai 2020 zunächst mit 30 Häusern wiedereröffnen, um sicherzustellen, dass in allen Jugendherbergen die umfassenden Hygienemaßnahmen umgesetzt werden können. Diese Jugendherbergen rechnen von Beginn an mit einer guten Auslastung im Rahmen der staatlichen Verordnungen. Dazu wird eine vermutlich überproportional hohe Nachfrage nach Inlandsreisen im Verlauf des Jahres 2020 beitragen. Für alle Gäste sind ab sofort buchbar: die Jugendherbergen Füssen, Garmisch-Partenkirchen, Lindau, Oberammergau, Oberstdorf, Rothenburg, Bad Tölz, „Moun10“ (Garmisch-Partenkirchen II), Berchtesgaden, Schliersee, Burghausen, Possenhofen, München Park, Schweinfurt, Pottenstein, Regensburg, Würzburg, Nürnberg, Bayreuth, Lenggries, Mittenwald, Passau, Saldenburg, Kreuth, Eichstätt, Wunsiedel, Dinkelsbühl, Bad Kissingen, Gunzenhausen und Burg Wernfels (die aktuelle Liste findet sich hier).

Michael Gößl, Vorstand im Landesverband Bayern: „Hinter dem bayerischen Jugendherbergswerk liegen dramatische Woche, denn zwischenzeitlich stand zu befürchten, dass durch den kompletten Umsatzausfall seit Mitte März die Jugendherbergen in Bayern nicht überleben werden. Dieses drohende Szenario scheint mit dem jetzt wirkenden Rettungsschirm überstanden. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Jugendherbergen wieder das tun können, was sie am besten können: perfekte Gastgeber sein. Und alle Reisenden, die zu uns kommen, werden die Jugendherbergen in Bayern so (wieder-)finden, wie sie sie schon bisher kannten: als sichere, abwechslungsreiche, spannende und vielfältige Orte der Begegnung, des Lernens und der Erholung. Herzlich willkommen zurück – schön, dass Sie wieder unsere Gäste sind!“


München, 20.04.2020

Jugendherbergen in Bayern: Rettung dank gelebter Solidarität

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk kann nach wochenlangem Zittern ein wenig aufatmen: Das „Sonderprogramm Soziales“ verschafft den Jugendherbergen die nötige Liquidität, um den Betrieb Ende Mai teilweise wieder aufnehmen zu können. Der Dank des DJH dafür geht vor allem an das Bayerische Sozialministerium.

Mit der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege musste der Betrieb aller Jugendherbergen zum 18. März 2020 vollständig eingestellt werden, um Gäste und Mitarbeiter*innen vor Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Damit konnten über Nacht keinerlei Umsätze und Erlöse generiert werden. Die Liquidität der 58 Jugendherbergen in Bayern sank binnen weniger Wochen dramatisch ab und es drohte die Insolvenz des Landesverbands.

Klaus Umbach, Präsident des Bayerischen Jugendherbergswerks: „Das Szenario der vollständigen Pulverisierung der Jugendherbergsbewegung in Bayern und in ganz Deutschland schien zwischenzeitlich unabwendbar. Eine Katastrophe sowohl für unsere Mitarbeiter*innen als auch für die Bildungsinfrastruktur im Freistaat. Denn die Jugendherbergen sind seit jeher essentieller Teil der außerschulischen Jugendbildung. Umso mehr sind wir erleichtert und glücklich, dass durch das pragmatische Zusammenwirken verschiedener Ressorts innerhalb der Bayerischen Staatsregierung das unmittelbar bevorstehende Ende einer fast 100 Jahre bewährten Struktur verhindert werden konnte.“

Das Bayerische Kabinett hatte Mitte April einen Rettungsschirm für gemeinnützige Wirtschaftsbetriebe erarbeitet, unter dem auch der Landesverband Bayern des Jugendherbergswerks Platz gefunden hatte. Die staatlichen Hilfen waren dringend benötigt worden, weil der Verband aufgrund seines Status keine eigenen finanziellen Rücklagen bilden darf. Gemeinnütze Unternehmen sind angehalten, Erlöse unmittelbar wieder in den laufenden Betrieb zu re-investieren.

Dank an Ministerin Trautner

Umbach: „Dass am 30. Mai die ersten Jugendherbergen in Bayern wieder öffnen und Gäste empfangen können, verdanken wir einem abgestimmten und solidarischen Handeln innerhalb der Bayerischen Staatsregierung. Ich darf unseren Dank vor allem an Frau Staatsministerin Carolina Trautner aussprechen, die als zuständige Fachministerin im Bereich Soziales wesentlich dazu beigetragen hat, dass – gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Finanzministerium – eine tragfähige Lösung für die Jugendherbergen in Bayern gefunden wurde. Für uns zeigt sich darin praktisch gelebte Solidarität und die Überzeugung der handelnden Politiker*innen, dass Jugendherbergen unverzichtbare Orte der Begegnung, des Lernens und des demokratischen Zusammenlebens sind. Jugendherbergen sind in der Tat sozial relevant. Herzlichen Dank an alle, die zur Rettung der Jugendherbergen in Bayern beigetragen haben.“

Der Landesverband Bayern hat am 19. Mai 2020 den Antrag für einen Zuschuss aus dem „Sonderprogramm Soziales“ beim zuständigen „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ (ZBFS) gestellt. Die Auszahlung soll nach Prüfung zügig erfolgen und die Zahlungsfähigkeit des Landesverbands Bayern bis Ende 2020 sichern.

Gleichzeitig stehen die Jugendherbergen weiter vor massiven Herausforderungen: Bis zum Ende des Schuljahrs sind alle Klassenfahrten untersagt. Die Belegung mit Schulklassen in der Zeit nach den Sommerferien ist unsicher. Sport- und Musikgruppen werden aufgrund der weiter geltenden Reisebeschränkungen ebenfalls als Gäste weitgehend ausfallen. Klaus Umbach: „Wir rechnen damit, dass 2020 und 2021 wirtschaftlich gesehen zwei extrem schwierige Jahre werden, in denen es gilt, die Überlebensfähigkeit unserer Häuser aus eigener Kraft zu sichern. Die Krise ist noch nicht vorüber – ich bin aber verhalten optimistisch, dass der Landesverband diese Herausforderungen meistern kann.“


München, 08.04.2020

Wirkungsloser Rettungsschirm: „Jugendherbergen ohne Dach“

Angekündigte Soforthilfen der Bayerischen Staatsregierung verkennen besonderes Konstrukt der Jugendherbergen in Bayern und sind wirkungslos, 8 Mio. Euro zur Erhaltung des Landesverbands erforderlich

Der Bayerische Ministerpräsident hatte in seinem gestrigen Pressestatement finanzielle Soforthilfen aus dem bestehenden Landesprogramm auch für die Jugendherbergen und andere gemeinnützige Wirtschaftsunternehmen angekündigt. Das Programm ist darauf ausgelegt, Liquiditätsengpässe schnellstmöglich zu überwinden. Hierzu erklärt der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH):

„Wir betrachten es grundsätzlich als großen Erfolg, dass die Jugendherbergen als Vertreter des gemeinnützig organisierten Wirtschaftssektors nun erstmals offiziell durch die Bayerische Staatsregierung unter den Rettungsschirm aufgenommen wurden. Art und Umfang des Soforthilfeprogramms bleiben aber wirkungslos und tragen nicht zu unserer Rettung bei. Mit weit über 700 Mitarbeiter*innen ist der Landesverband formal juristisch von entsprechenden Zuwendungen aus dem Programm ausgeschlossen. Selbst wenn Unterstützungsleistungen aus bisher bestehenden Programmen für die Jugendherbergen zugänglich gemacht würden, wären die dafür vorgesehenen Beträge viel zu gering, um die Existenz der bayerischen Jugendherbergen zu sichern“, betont Klaus Umbach, Präsident des Landesverbands Bayern, in einer Stellungnahme.

Das bayerische Soforthilfe-Programm ist auch nach der Verschränkung mit den vergleichbaren Bundeshilfen für Unternehmen und gemeinnützige Wirtschaftsbetriebe lediglich für Antragsteller bis maximal 250 Mitarbeiter*innen vorgesehen und demnach ungeeignet für das DJH.

8 Mio. Euro Soforthilfe benötigt

Eine Inanspruchnahme von Krediten, die durch den Freistaat Bayern bis zu 100 Prozent besichert werden, stellt ebenfalls keinen tragbaren Lösungsansatz dar. Diese Kredite sind ausschließlich für rein gewerblich arbeitende Unternehmen vorgesehen – einem gemeinnützig organisierten Verband wie dem Jugendherbergswerk bleibt dieser Weg versperrt.

Umbach: „Das Jugendherbergswerk Bayern steht bis Ende 2020 vor einer Finanzierungslücke von 8 Mio. Euro. Das wirksamste Mittel einer Rettung ist ein nicht-rückzahlungspflichtiger Zuschuss durch den Freistaat Bayern. Im Zusammenwirken von staatlichen Zuschüssen und einer dann möglichen eigenständigen Kreditaufnahme durch den Verband könnte die Gesamtfinanzierung gesichert werden. Anders formuliert: Die Jugendherbergen stehen trotz der gestrigen Ankündigungen bislang ohne Rettungsschirm da. Uns fehlt ein wetterfestes Dach – es regnet weiter ungehindert rein, sodass binnen weniger Tage und Wochen die gesamte Struktur bzw. die Substanz des Landesverbands zerstört sein wird. Die endgültige Schließung von Jugendherbergen steht unmittelbar bevor, wenn keine wirksamen Rettungsmaßnahmen erarbeitet werden!“

Trotz aller Schwierigkeiten würdigt der Landesverband ausdrücklich die vielfältigen Einzel-Initiativen aus allen politischen Ebenen. Der Tenor aller Rückmeldungen zur Krise der Jugendherbergen lautet: „Ein Welt ohne Jugendherbergen ist unvorstellbar!“

„Wir wissen selbstverständlich, welche immense Fülle von Aufgaben derzeit auf allen Ebenen der Politik zu lösen sind. Gleichzeitig betrachten wir die Jugendherbergen in Bayern in ihrer inhaltlichen Arbeit, ihrer wirtschaftlichen Stärke und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung als sozial-relevant und befürchten ein ungebremstes Zusteuern auf ein Insolvenzverfahren. Wir fordern deshalb unverzüglich lösungsorientierte Gespräche mit dem Sozial-, Wirtschafts- und Finanzministerium, um dieses drohende Szenario wirksam zu verhindern“, appelliert Klaus Umbach an die Bayerische Staatsregierung.


München, 27.03.2020,

Brandbrief der Jugendherbergen in Bayern

Jugendherbergen in Bayern vor dem endgültigen Aus

Beschlossener Schutzschirm wirkungslos für bayerische Jugendherbergen
Ohne Unterstützung durch Bund und Land ist der Landesverband zur dauerhaften Aufgabe der Standorte gezwungen

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk hat an Bürgermeister*innen, Landrät*innen, Mitglieder des Bayerischen Landtags sowie an die Abgeordneten aus Bayern im Deutschen Bundestag den beiliegenden Brandbrief adressiert.

Darin wird auf die dramatische wirtschaftliche Situation der Jugendherbergen in Bayern hingewiesen, die bislang durch keinen Schutzschirm oder andere wirksame Unterstützungsleistungen erfasst werden.

Sollte nicht umgehend eine Lösung gefunden werden, droht eine endgültige Schließung der 58 Jugendherbergen im Freistaat.

Der zum Download verfügbare Brandbrief kann vollständig oder in Teilen veröffentlicht werden.


München, 18.03.2020,

DJH-Landesverband Bayern schließt seine Jugendherbergen

München – Als unmittelbare Auswirkung auf die aktuellen Entwicklungen rund um das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) schließt der Landesverband Bayern des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) ab 18. März 2020 alle seine 58 Häuser bis voraussichtlich 19. April 2020. Die Umsetzung erfolgt auf Anordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Alle Mitarbeitenden der Jugendherbergen in Bayern wurden bereits über die Maßnahme informiert. In diesem Zusammenhang notwendige Vereinbarungen sowie Maßnahmen, etwa im Kontext Kurzarbeit, werden entsprechend umgesetzt. Für Gäste stehen die bekannten Servicestellen zur Klärung von Buchungs- und Stornierungsfragen weiterhin zur Verfügung.

Winfried Nesensohn, Vorstand im Landesverband Bayern: „Dieser letzte Schritt ist auch aus unserer Sicht zwingend notwendig, um die Gesundheit unserer Gäste, der Teams in den Häusern und unserer Dienstleister wirksam zu schützen. Die Herausforderungen, die vor uns liegen, werden wir als Jugendherbergsfamilie angehen – und ganz sicher bewältigen. Mein herzlicher Dank an unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die schon seit Wochen die Folgen der Krise bewältigen müssen.“

Sobald eine Veränderung der aktuellen Umstände absehbar ist, wird der DJH-Landesverband Bayern über die Wiederaufnahme des Gastbetriebes in seinen Jugendherbergen informieren.


München/Nürnberg, 03.02.2020

Bildung Vier-Punkt-Null

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz beim Fachtag YOUPEDIA Bayern: „Ein besonderer und jugendnaher Zugang zu Kultur und Geschichte“

Anlässlich des Fachtags YOUPEDIA Bayern, der am heutigen Montag in der Kultur|Jugendherberge Nürnberg stattfand, zeigte sich die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus Anna Stolz begeistert: „Das Projekt YOUPEDIA setzt an der Lebenswelt junger Menschen an. Durch medial gestützte Recherchearbeit und Verarbeitung der gewonnenen Kenntnisse gelingt es, einen ganz persönlichen und jugendnahen Zugang zu Kultur und Geschichte zu schaffen. YOUPEDIA ist eine echte Bereicherung und Vertiefung curricularer Bildungsprozesse durch Angebote der non-formalen Bildung.“

Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk als Trägerorganisation hatte zusammen mit seinem Projektpartner der Klassik Stiftung Weimar zu einem eintägigen Erfahrungsaustausch zu Chancen und Perspektiven medial gestützter Bildungsprojekte in den Bereichen Kultur und Geschichte eingeladen. Die Teilnehmenden des Fachtags diskutierten am Beispiel des interaktiven digitalen Projekts „YOUPEDIA – Kultur und Geschichte(n) entdeckt von Jugendlichen für Jugendliche“ über neue Zugänge und Partizipationschancen von Heranwachsenden in medial gestützten Bildungsprozessen.

Markus Achatz, Projektverantwortlicher YOUPEDIA Bayern im Landesverband des Jugendherbergswerks: „Teilhabe und Partizipation junger Menschen an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes und der Gesellschaft gehören seit jeher zum Grundverständnis der Jugendherbergen. Mit YOUPEDIA Bayern eröffnen wir eine neue Form dieser Mitwirkung. Darin vereinen sich Ansätze der politisch-historischen Bildung und der Medienpädagogik. Denn für uns ist klar: Bildung braucht neue methodische Ansätze der Vermittlung von Inhalten. YOUPEDIA ist in diesem Verständnis Weg und Ziel zugleich. Wir unterstützen Heranwachsende, ihre eigenen Perspektiven zu entwickeln und eigene Erfahrungen kreativ und medial zu artikulieren. Darüber hinaus können sie die Ergebnisse ihrer Arbeit über das Online-Portal YOUPEDIA.DE einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.“

Programme im Rahmen von YOUPEDIA Bayern werden aktuell an vier bayerischen Jugendherbergen angeboten (Bayreuth, Nürnberg, Passau und Regensburg). In den 3- bis 5-

tägigen Bildungsaufenthalten erkunden schulische und außerschulische Jugendgruppen verschiedene Orte entlang kultureller, historischer Artefakte. Denkmäler, Museen oder Gedenkstätten werden so zum Ausgangspunkt für ein Erfahrungsfeld im Kontext von kultureller, historischer und medienpädagogischer Bildung.

Für die Auseinandersetzung nutzen die Jugendlichen verschiedene Medien, um sich zu informieren, zu kommunizieren und die eigenen Sichtweisen medial auszudrücken. Jugendliche werden dadurch selbst zu Produzenten von Geschichte und Kultur eines Ortes. Das Projekt knüpft einerseits am Interesse der Jugendlichen an und stellt andererseits Bezüge zum Lehrplan her (z.B. Geschichte, Deutsch, Ethik/Religion, Kunst etc. – insbesondere aber auch zu den fächerübergreifenden Kompetenzen wie bspw. Soziales Lernen, Medienbildung, Werteerziehung, kulturelle und politische Bildung). Das non-formale Bildungsangebot richtet sich sowohl an Gruppen der außerschulischen Jugendarbeit als auch an schulische Gruppen aller Schularten ab Sekundarstufe I.

Das multimediale Online-Portal YOUPEDIA gilt als Leuchtturm der außerschulischen Bildungsarbeit. Vor zwei Jahren war es als Kooperation zwischen der Klassik Stiftung Weimar und dem Deutschen Jugendherbergswerk ins Leben gerufen worden. Unterstützt und gefördert wird YOUPEDIA durch die Bayerische Sparkassenstiftung und den Kulturfonds Bayern. Bundesweit konnte inzwischen eine Vielzahl von Projekten realisiert werden – allein in Bayern sind an vier Standorten inzwischen etwa 80 Medienprodukte mit rund 400 Jugendlichen entstanden. YOUPEDIA Bayern im Netz: youpedia-bayern.jugendherberge.de Die Jugendherbergen in Bayern im Netz: www.bayern.jugendherberge.de


30.01.2020    München, Lindau

Jugendherberge Lindau: Signet „Bayern barrierefrei“ verliehen

Staatssekretärin Carolina Trautner überreicht am 30. Januar 2020 das Signet „Bayern barrierefrei“ an die Jugendherberge Lindau

Als Vertreterin der Bayerischen Staatsregierung hat Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner am 30. Januar 2020 der Jugendherberge in Lindau das Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ verliehen. Der Präsident des Landesverbands Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk Klaus Umbach nahm zusammen mit dem Leiter der Jugendherberge Lindau Dirk Umann und dem Präsidiumsmitglied Stefanie Krüger dieses Zeichen der Anerkennung entgegen. Mehr lesen...



Projekt: moun10 Jugendherberge Garmisch
 



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Die zum Download zur Verfügung gestellten Medieninhalte dürfen von der Presse mit Nennung der DJH Jugendherbergen Landesverband Bayern e.V. zu redaktionellen Zwecken und ausschließlich zur Bewerbung der Jugendherbergen in Bayern  verwendet werden.

Nürnberg

Influencer Kampagne mit der Influencerin "mirrelativegal" Mirella

Bad Tölz
Dachau
Garmisch

Inoffizielles Werbevideo (nicht verwenden)

Lindau
Ottobeuren
Schweinfurt